Good by Windows XP, End of Life am 08.04.2014

Seit dem Jahr 2001 ist Windows XP das beliebteste Betriebssystem aller Zeiten, das liegt wahrscheinlich daran, dass es quasi das erste Windows-System war, welches im Home-Office Bereich endlich mal relativ stabil und zuverlässig lief. Windows XP basiert auf den damals im professionellen Bereich verwendeten Windows NT4 und 2000 und war eine überragende Verbesserung zu Windows 95/98 und ME.

Trotzdem ist bei jedem System irgendwann Schluss. Ab dem 8. April 2014 wird sich Microsoft nicht mehr um Windows XP für Privatkunden kümmern. Das bedeutet: Ab diesem Zeitpunkt gibt es keine Sicherheits-Updates mehr für das dann 13 Jahre alte Betriebssystem. Für XP-Nutzer drängt die Zeit also.

  • Warum Sie jetzt ihr Betriebssystem upgraden sollten

Windows-XP-Nutzer sollten bald handeln, wenn sie nicht mit einem potenziell unsicheren Betriebssystem ins Internet gehen wollen. Das Risiko steigt nach April 2014 deutlich.

Auch ohne diese zusätzlichen Bedrohungen kann Windows XP kaum als besonders sicheres Betriebssystem gelten. Es fehlen schlicht viele der Sicherheitsmechanismen moderner Betriebssysteme. Wenn Sie die Gefahren kennen, etwa beim Arbeiten unter einem Konto mit administrativen Rechten, können Sie zwar besondere Vorsicht walten lassen. Das schützt aber nur bedingt vor Angriffen von außen. Hacker könnten Datenpakete im Netz manipulieren und dann Schad-Software einschleusen oder den Rechner zum Absturz bringen. Ähnliches gilt für alle Dateien, die aus dem Internet oder über ein Speichermedium auf den PC gelangen. Die Sicherheitslücken befinden sich dann eher in der Anwendungs-Software, aber die lässt sich auch nur so lange aktualisieren, wie der Hersteller Software für XP liefert. Auch hier wird sich das Angebot in absehbarer Zeit noch weiter reduzieren.

  • Ist meine alte Hardware überhaupt geeignet?

Vor einem Upgrade muss geprüft werden, ob Ihre Hardware für Windows 7 bzw 8 geeignet ist. Ein maximal sechs Jahre alter PC sollte mit beiden Betriebssystemen zurecht kommen. Die offiziellen Minimalanforderungen für Windows 7 und 8 sind ein Prozessor mit 1 GHz, 1 GB Hauptspeicher für ein 32-Bit-System und 2 GB für die 64-Bit-Variante, 16 GB Platz (64 Bit: 20 GB) auf der Festplatte und eine Grafikkarte mit 128 MB RAM und Direct-X-9-Unterstützung. Auf den meisten älteren Rechnern wird man mit hoher Wahrscheinlichkeit nur einen 32-Bit Prozessor finden, so dass dann nur diese Variante in Frage kommt, welches aber auch seine Vorteile bei der Kompatibilität mit älterer Software hat. Mit einer derartigen Hardware-Ausstattung kann man arbeiten, aber von dem Tempo darf man keine Wunder erwarten. Damit das System rund und flüssig läuft, sollten es wenigstens ein Dualcore-Prozessor und 4 GB Hauptspeicher sein. Die Festplattengröße sollte bei min. 300 GB liegen, damit man auch noch persönliche Daten wie Bilder, Videos und Dokumente mühelos speichern kann.

  • Umstieg auf Windows 7 oder gleich auf 8?

 Für XP-Umsteiger eignet sich Windows 7 auf den ersten Blick am besten. Windows 7 zeigt eine modernisierte Oberfläche, die sich aber von den Grundfunktionen her kaum von XP unterscheidet. Die meisten Elemente befinden sich am vertrauten Ort. Wo es nötig erschien, hat Microsoft kleine Verbesserungen durchgeführt. Auch XP-Nutzern könnte beispielsweise die Suchfunktion im Startmenü gefallen, über die sich die installierten Programme schnell aufspüren lassen. Windows 8 für XP-Umsteiger zu empfehlen fällt schwer. Die unterschiedlichen Bedien- und Designkonzepte auf dem Desktop-PC verwirren mehr, als dass sie nützen.

 

 

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